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Er trug seinen pikfeinen, adretten Smoking. Schwarze Hose, weißes Sakko, ganz neu. Gut sah er drin aus. Ich trug mein rotes Abendkleid. Oben eng, unten weit. Sah gut aus. Er war aufgeregt, die Schweißperlen standen ihm auf der Stirn. Dennoch lächelte er erleichtert. Ich tat es ihm gleich, dennoch war mir mulmig.
Wir gingen aufeinander zu, küssten uns kurz aber zart. Das ungute Gefühl wich ein wenig. Ich sah zu dem kleinen Cafétisch. Eine kleine rote Tischdecke, eine kitschige Vase mit ein paar noch kitschigeren Plastikblumen, sowie eine etwas ältere, goldfarbene Öllampe standen drauf. Ich ging zum Tisch, setzte mich hin. Er tat es mir gleich, ungleich nervöser. Er nahm meine Hände, und schaute mir tief in die Augen. Ich sah ihm in seine smaragdgrünen Augen. Er hatte Tränen in ihnen, lächelte mich dennoch an. Er setzte zu einem langen Liebesbekenntnis an. Je mehr er erzählte, desto mehr kamen mir die Tränen. Ich war geschmeichelt, errötete leicht. Ein sanfte Brise lies die Öllampe flackern. Es war warm hier draußen. Er ließ meine Hand nicht los. Er beendete sein Geständnis, ich setzte zu meinem an. Ich dankte ihm für die schönen Monate, die Geborgenheit, die Wärme. Jetzt konnte auch er seine Tränen nicht mehr zurückhalten.
Er guckte kurz auf seine Uhr. Viel Zeit blieb nicht mehr. Er hielt meine Hand immer noch, wir standen zusammen auf. Er legte seine Hand um meine Hüfte, die andere umfasste immer noch meine Hand. Es erklang sanfte, langsame Musik. Sie unterstrich sehr gut den romantischen Touch, der die ganze Zeit auf diesem Abend lag. Wir tanzten, langsam. Verlieren konnten wir ja eh nichts mehr. Er zog mich näher zu sich heran. Ich musste weinen, sah in seine Augen. Er musste auch weinen.
Sollte es nun so enden? Ich wurde nervös. Was machen die andern grade? Ich wollte daran gar nicht denken, lenkte meine Gedanken wieder um. Der Mond stand hoch am Himmel. Schön sah er aus. Alles heute war schön und unvergesslich. Ich guckte ihm wieder in die Augen, die schönen smaragdgrünen Augen. Sie glänzten. In ihnen spiegelten sich seine Zweifel, seine Angst, seine unerfüllten Träume. Wir waren doch noch so jung. Wir hielten unseren Tanz kurz inne, er blickte erneut nervös auf die Uhr. Sein kurzes Nicken machte mir angst. Er umarmte mich, innig und fest. Ich weinte. 
Wir hielten uns einige Sekunden fest, bevor die Druckwelle alles mit sich riss. Alles ging in Flammen auf. Meinen letzten Gedanken schenkte ich seinen grünen Augen.
So sollte also die Welt untergehen.



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